Neuprodukte müssen 2022 erneut ohne gebührende Präsentation auf den großen Fachmessen auskommen – ohne den Megatrend Nachhaltigkeit kommen sie jedoch nicht aus: Unisono machen die Anbieter von Verlegewerkstoffen, Oberflächenbehandlungen und Verlegezubehör über alle Anwendungen der Fußbodentechnik hinweg Aspekte der Umwelt zum Maß der Dinge.
Weiterhin drücken Rohstoffengpässe und hohe Kosten für Rohstoffe, Logistik und Energie die Branche, doch gleichzeitig steigt die Nachfrage nach nachhaltigeren, wohngesünderen Produkten regionaler Herkunft. Die Versorgungslage bleibt volatil, gerade vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen. Die Hersteller halten mit Flexibilität und Kreativität dagegen.
Was bedeutet der enge Markenverbund im einheitlichen Corporate Design unter der Dachmarke Uzin Utz für die Marken Uzin, Wolff, Arturo, Codex, Pajarito – und vor allem für die Parkett-Marke Pallmann? Was dürfen die Kunden aus dem Handwerk und Handel von dem neuen Auftritt nach außen erwarten? Parkett Magazin befragte dazu Philipp Utz (Vorstandsmitglied Uzin Utz), Stefan Neuberger (Geschäftsführer Pallmann) und Klaus Stolzenberger (Markenverantwortlicher Pallmann).
Nachdem die nächste Domotex ursprünglich für September 2022 vorgesehen war, hat sich Veranstalter Deutsche Messe nun entschieden, sie auf den Januar 2023 zu verlegen und zwar vom 12. bis 15. Januar. Damit ergibt sich eine neue Tagesfolge: Start ist am Donnerstag, am Sonntag endet die Messe. Und: die Domotex findet fast deckungsgleich mit der Bau 2023 in München statt, die vom 9. bis 14. Januar die Tore öffnet.
Tarkett konnte seinen Umsatz 2021 auf knapp 2,8 Mrd. EUR steigern, im Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sogar leicht überproportional um + 7,9 % auf 889 Mio. EUR. Allerdings drückten die massiv erhöhten Beschaffungskosten das bereinigte EBITDA auf 229 Mio. EUR (-17,6 %). Das will der Bodenbelagskonzern durch eine weitere Preisanhebungen auffangen. Dennoch gelang es Tarkett, einen Reinerlös von 15 Mio. EUR zu erzielen, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 19 Mio. EUR geschrieben wurde.
Lars Strobel (42) und Jens Warnecke (45) führen bereits seit Oktober 2021 gemeinsam den Deutschland-Vertrieb von Loba. Das Duo soll die Vertriebsaktivitäten des Anbieters von Oberflächenprodukten strategisch ausbauen und weiterentwickeln. Neben der Erweiterung des Kundenservices wird die Optimierung des Produktportfolios im stetigen Austausch mit den Kunden genannt.
Der weltweite Absatz der Mitglieder des EPLF, Verbandes der Europäischen Laminatbodenhersteller, stieg 2021 um 5,3% auf insgesamt 483,4 Mio. m2 und erreichte damit den besten Wert seit 2010. Der größte Markt Westeuropa wuchs moderat um 2,6 % auf 231,5 Mio.m2, allerdings verringerten sich die Absätze in Deutschland (- 6,1 %, 49,4 Mio. m2) und Großbritannien. Zweistellige Zuwächse erreichen Lateinamerika, Asien und Osteuropa, Russland überholte mit 53,6 Mio. m2 (+ 16,2 %) Deutschland als stärksten Einzelmarkt. Nordamerika verlor 12,9 %. Die Aussichten für 2022 sind eigentlich positiv, doch lässt sich derzeit nicht einschätzen, wie sich der russische Angriff auf die Ukraine auf die Märkte, Rohstoffverfügbakeit und Preise auswirken wird.
Eine bundesweite Imagekampagne des Handwerks ruft angesichts des Fachkräftebedarfs mit einer provokanten Frage zum gesellschaftlichen Umdenken auf: „Handwerk liegt in der Natur des Menschen. Was hindert so viele daran, es zum Beruf zu machen?“ Seit Februar 2022 ist die Kampagne für mehrere Wochen im Fernsehen und online zu sehen sowie im Rahmen einer deutschlandweiten Großflächenplakatierung.
Ende Februar 2022 geht Wernfried Fesenberg in den Ruhestand, seit 45 Jahren bei der Schlau/Hammer-Gruppe, seit 16 Jahren als Geschäftsführer für den Einkauf verantwortlich. Als seine Nachfolgerinnen übernehmen Krystina Geis das Category Management Wohnen (Teppiche, Schmutzfang, Gardinen, Sonnenschutz, Bett, Bad, Wohnaccessoirese) und Stephanie Huesmann das Category Management Boden, Wand, Werkzeug (Bodenbeläge, Bauchemie, Farben, Tapeten, Werkzeug).
Die Homag-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2021 von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage nach Maschinen und Anlagen für Möbel- und Fußbodenproduktionen in allen Regionen der Welt profitieren. Der Schopflocher Konzern meldet nach vorläufigen Zahlen ein Auftragsplus von knapp 60 % auf 1.742 Mio. EUR – und damit den mit Abstand höchsten Auftragseingang seiner Unternehmensgeschichte. Auch der Umsatz und das operative EBIT legten deutlich zu.