13.02.2026

Drüsedau stellt Betrieb ein, FB Hout führt Zweischicht-Programm weiter

Nach fast 80 Jahren stellt die familiengeführte Parkettmanufaktur Drüsedau & Müller im hessischen Densberg Ende Mai ihre Produktion ein. Für das Zweischicht-Programm hat Alexander Drüsedau, der in vierter Generation die Geschäfte führte, einen Nachfolger gefunden: der niederländische Hersteller FB Hout wird es weiterführen. Alexander Drüsedau wird den Übergang noch bis Oktober begleiten.

Der Diplom-Ingenieur für Holztechnik und Wirtschaftsingenieur hatte das 1947 gegründete Unternehmen, ursprünglich Holzhandlung und Mosaikparkett-Hersteller, in einen Spezialisten für individuell angefertigte Massivholzböden verwandelt. Das hochwertige Parkett aus dem Kellerwald liegt unter anderem im Palais Bellevue in Kassel, in der Orangerie in Neustrelitz, im Hamburger Hotel George, im Hotel Budersand auf Sylt und in zahlreichen gehobenen privaten Residenzen. Erst im vergangenen Jahr hatte Drüsedau das 1993 installierte Werk in Polen aufgegeben, wo Einkauf und Trocknung der Rohware angesiedelt waren und die Produktion am Stammsitz konzentriert.

FB Hout wurde 1986 gegründet und fokussiert sich auf zeitlose Standardlösungen einerseits und exklusive Sonderlösungen wie Musterparkett und extrabreite Dielen bis 480 mm andererseits. Unter Eigentümer und CEO Maik Broersen sind 105 Mitarbeitende an zwei Standorten in den Niederlanden und Litauen beschäftigt. Die jährliche Produktionsmenge wird auf rund 450.000 m2 Dielen und ca. 75.000 m2 Parkett beziffert.
Drüsedau stellt Betrieb ein, FB Hout führt Zweischicht-Programm weiter
Foto/Grafik: Drüsedau
FB Hout-Eigentümer und -CEO Maik Broersen (li:) fertigt künftig das Zweischicht-Programm von Drüsedau. Alexander Drüsedau (re.) begleitet den Übergang.
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