Erfolge auf den europäischen Märkten und im Einzelhandelssegment sowie eine allmähliche Erholung im nordischen Neubau haben bei Kährs im zweiten Quartal 2026 zu einem stärkeren Auftragseingang, steigenden Umsätzen und einer leicht verbesserten Rentabilität geführt. Die Nettoerlöse erhöhten sich um 9 % auf 552 Mio. SEK (knapp 50 Mio. EUR), das operative EBITA verbesserte von 17 auf 22 Mio. SEK, der Periodenverlust verminderte sich von -26 auf -18 Mio. SEK. Für das erste Halbjahr nennt Kährs einen Nettoumsatz von 1,08 Mrd. SEK (+3 %) und ein operatives EBITA von 27 Mio. SEK (39). Der Periodenverlust hat sich mit -61 Mio. SEK allerdings mehr als verdoppelt.
CEO Johan Magnusson sieht die Strategie von Kährs bestätigt und die Marktposition in einem anhaltend schwierigen Umfeld gefestigt. Gut abgeschnitten hätten im zweiten Quartal vor allem Schweden, Norwegen, Deutschland, die Schweiz, Frankreich und die Märkte in Süd- und Osteuropa.
Bauking hat 2025 einen Konzernumsatz von 1,07 Mrd. EUR nach Boni und Skonti erzielt, das sind 4,8 % weniger als im Jahr zuvor. Die 81 Baustoffgroßhandelsstandorte erlösten insgesamt 914,1 Mio. (-4,2 %), die 46 Hagebaumärkte kamen auf 176,2 Mio. EUR, was einen überproportionalen Rückgang von 7,4 % bedeutet.
Die Kährs Group hat Ulrika Klinkert zum 18. August zum neuen Chef Marketing Officer (CMO) ernannt. Sie berichtet direkt an CEO Johan Magnusson. Klinkert kommt aus der gleichen Position bei Hochwertteppich-Onlineanbieter Rugvista, den sie in den letzten acht Jahren zu einem Markenunternehmen aufbaute und an die Börse führte. Die studierte Ingenieurin hält außerdem einen Master in Lebensmitteltechnologie der Australian National University und hat anschließend eine steile, internationale Karriere im Marketingbereich hingelegt. Nun verantwortet sie die digitale Markenstrategie und die Customer Journey von Kährs über alle Marken und Märkte hinweg in enger Zusammenarbeit mit Vertrieb, E-Commerce und IT.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland Baugenehmigungen für 126.300 Wohnungen in neuen Gebäuden sowie im Bestand erteilt. Das Plus von 15,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum markiert laut Statistischem Bundesamt die stärkste Zunahme seit dem Jahr 2016 – allerdings auf niedrigem Niveau. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden per 30. Juni 103.100 (+15,8 %) Wohnungen genehmigt: 24.000 (+12,7 %) Einfamilienhäuser, 7.700 (+27,3 %) Einheiten in Zweifamilienhäusern sowie 67.000 (+16,9 %) in Mehrfamilienhäusern. Hinzu kommen Genehmigungen für 4.400 (+0,9 %) Neubauten in Wohnheimen.
Noch läuft der Investorenprozess für die insolventen Baumarktketten Hellweg und Baywa Bau- & Gartenmärkte. Daher können noch keine konkreten Ergebnisse bekanntgegeben werden. Laut einer Pressemitteilung liegen „für wesentliche Teile des Filialportfolios beider Gesellschaften“ Übernahmeangebote von unterschiedlichen Interessenten vor. Damit stünden die Chancen für deren Fortführung gut, allerdings nicht unter einem einheitlichen Betreiber. Die bislang lediglich vorläufigen Eigenverwaltungsverfahren sollen voraussichtlich Ende August 2026 eröffnet werden. Für die kommenden Monate sei die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs gesichert.
Bostik hat im Geschäftsjahr 2025 Umsatzeinbußen in Höhe von 10,9 % auf 241 Mio. EUR hinnehmen müssen und führt dies auf eine schwächere Nachfrage sowie konzerninterne Umstellungen zurück. Trotz konsequenter Maßnahmen zur Kostenkontrolle verringerte sich das Vorsteuer-Ergebnis von 14 auf 0,1 Mio. EUR. Unter dem Strich verblieb ein Verlust von 0,6 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr noch ein Jahresüberschuss von 13,7 Mio. EUR erzielt werden konnte.
Mit einem Umsatzplus von 8,8 % auf 274 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2026 sieht sich Uzin Utz „im Grow-Bigger-Zielkorridor“. Das Wachstumsprogramm sieht bis 2030 jährliche Steigerungsraten von 8 bis 12 % vor. Das EBIT übertraf dank „gezielter strategischer Steuerungsmaßnahmen und konsequenter Kostenoptimierung“ mit 20,7 Mio. EUR um 1,5 % das Vorjahresniveau. Der Vorstand bestätig vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr die positive Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026. Belastungen insbesondere aus dem Krieg im Nahen Osten sowie Lieferkettenstörungen infolge des Niedrigwassers auf zahlreichen Versorgungsrouten wichtiger Lieferanten könnten jedoch zu einem leichten bis moderaten Rückgang des EBIT führen.
Die deutschen Bau- und Gartenfachmärkte haben laut Branchenverband BHB im ersten Halbjahr knapp 11 Mrd. EUR umgesetzt und schrammten dabei mit 0,4 % an den Vorjahreserlösen vorbei. Auf bereinigter Fläche entspricht das allerdings einem kleinen Plus von 0,3 %. In Österreich hielten sich die Umsätze per 30. Juni mit 1,63 Mrd. EUR auf dem Niveau von 2025. In der Schweiz war die Entwicklung ähnlich wie in Deutschland mit einem leichten Rückgang von 1,4 % auf 1,78 Mrd. CHF (1,9 Mrd. EUR), aber einem flächenbereinigten Zuwachs von 2,8 %.
Lukas Stobbe ist im August zum Außendienstteam von Mapei hinzugestoßen und betreut als Gebietsleiter Fußbodentechnik & Parkett die Kunden in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Der 33-jährige geprüfte Handelsfachwirt war zuletzt als Standortleiter bei der Mega tätig.
Barlinek hat gleich zwei Positionen an der Führungsspitze neu besetzt: Nachdem der langjährige CEO Wocjiech Michalowski im Juni abgetreten war, wurde Maciej Krupa zu seinem Nachfolger berufen. Michalowski war 2013 von Roland Berger zu dem polnischen Parkett- und Designbelagshersteller gekommen und bleibt beratend tätig. Der neue Unternehmenslenker Krupa verfügt über fast 20 Jahre Erfahrung in Transformationsprozessen und Wachstumsstrategien auf internationaler Ebene, unter anderem bei Vesuvius, Ecolab und International Paper.
Außerdem wurde zum 1. Juli Kamil Kacmarek zum neuen CSO ernannt. Er kommt aus der Möbelbranche. Vorgänger CSMO Barthomiej Borowiec hatte Barlinek Anfang 2026 verlassen, um als CCO bei Fliesenhersteller Cerrad anzutreten.